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Die ständige Anpassung der Cyberkriminalität: Bewährte Methoden, neue Akzente und der Weg in die Zukunft

Cyberkriminelle entwickeln sich ständig weiter und passen ihre Taktiken an, um ihre Ziele noch effizienter zu erreichen. Doch entgegen der gängigen Vorstellung sind diese Veränderungen nicht immer auf neue, bahnbrechende Techniken zurückzuführen. Stattdessen greifen viele Hacker auf bewährte Methoden zurück, die nur minimale Investitionen erfordern, und setzen sie auf neuen Wegen ein, um ihre Effizienz zu maximieren.

 

Altbewährte Methoden, neue Wege
Auch wenn Cybersicherheitsexperten gut über die häufigsten Angriffsmethoden informiert sind, bedeutet dies nicht, dass Cyberkriminelle stagnieren. Ganz im Gegenteil – sie schaffen es immer wieder, bestehende Techniken neu zu interpretieren, beispielsweise durch den Wechsel von traditionellen E-Mail-Angriffen zu aktuelleren Plattformen und Technologien. Dies ermöglicht ihnen, ihre Wirkung zu steigern, ohne signifikante Ressourcen investieren zu müssen. Oft bleiben die Kosten für einen Angriff gering: Zwischen 5.000 und 10.000 Euro werden im Durchschnitt investiert, wobei einige Angriffe, wie etwa SIM-Swapping, noch günstiger sind. Hier liegen die Kosten bei etwa 1.500 bis 2.500 Euro – ein vergleichsweise kleiner Aufwand im Vergleich zu den potenziellen Erträgen, die leicht in die Millionen gehen können.

 

Zwei Profile von Cyberkriminellen
Wir können zwei Hauptprofile von Cyberkriminellen beobachten. Auf der einen Seite stehen diejenigen, die weniger Risiken eingehen und sich auf den Diebstahl und den Verkauf sensibler Informationen spezialisieren. Sie sind eher darauf aus, schnell und effizient an wertvolle Daten zu gelangen, ohne sich selbst stark zu exponieren. Auf der anderen Seite gibt es Hacker, die in alle Phasen eines Angriffs involviert sind – von der Planung über die Ausführung bis hin zur Verwertung des Angriffs. Sie gehen größere Risiken ein, um möglicherweise auch höhere Belohnungen zu erzielen.

Unabhängig davon, welchem Profil die Angreifer angehören, haben wir es mit einem dynamischen und zunehmend diversifizierten Bedrohungsszenario zu tun. Dies stellt Unternehmen und ihre Sicherheitsdienstleister vor die ständige Herausforderung, sich ebenso flexibel und vorausschauend aufzustellen, um auf die sich ändernden Angriffsvektoren reagieren zu können.

 

Was können Managed Service Provider (MSP) tun?
Für Unternehmen, insbesondere für MSPs, die für die Sicherheit ihrer Kunden verantwortlich sind, bedeutet dies, dass ein umfassendes Verständnis der Bedrohungslandschaft von entscheidender Bedeutung ist. Eine der häufigsten Bedrohungen, die in den letzten Jahren immer präsenter wurde, ist Ransomware. Angriffe dieser Art nutzen oft Endgeräte als Eintrittspunkt in Unternehmensnetzwerke, da viele Mitarbeitende nur über rudimentäre Cybersicherheitskenntnisse verfügen und ihre Geräte oft als das schwächste Glied angesehen werden.

Um dieses Risiko zu minimieren, müssen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Eine der effektivsten Methoden zur Verhinderung von unbefugtem Zugriff auf Unternehmensnetzwerke ist die Multifaktor-Authentifizierung (MFA).

 

Multifaktor-Authentifizierung: Ein Muss für moderne Cybersicherheit
MFA setzt darauf, dass Benutzer ihre Identität mehrmals bestätigen, bevor sie Zugang zu sensiblen Systemen erhalten. Dies erfolgt typischerweise durch eine Kombination aus Passwort und einer zweiten Verifikation, z.B. über eine Push-Benachrichtigung oder einen One-Time-Passcode (OTP). Doch auch MFA ist nicht unverwundbar: Angriffe wie SIM-Swapping, bei dem die SIM-Karte eines Nutzers dupliziert wird, können die Sicherheit gefährden. Daher ist es wichtig, dass MFA-Lösungen durch spezielle Schutzmechanismen, wie die Überprüfung der Geräte-DNA, ergänzt werden, um solche Angriffe zu verhindern.

 

Worauf ist bei der Wahl einer MFA-Lösung zu achten?
Bei der Implementierung einer MFA-Lösung sollten MSPs auf folgende Punkte achten:

  • Single Sign-On (SSO): Dies ermöglicht Nutzern den Zugang zu mehreren Anwendungen mit nur einer einzigen Kombination aus Zugangsdaten, was die Verwaltung erleichtert und das Risiko identitätsbasierter Angriffe reduziert.
  • Cloud-basierte Verwaltung: Eine zentrale Verwaltungslösung in der Cloud erleichtert es Unternehmen, MFA systemübergreifend zu implementieren, ohne auf Sicherheit verzichten zu müssen.
  • Geräteschutz: Um Angriffe wie SIM-Swapping zu verhindern, sollten MFA-Lösungen durch spezielle Schutzmechanismen ergänzt werden. Moderne Lösungen wie AuthPoint MFA nutzen die Geräte-DNA zur Verifizierung und bieten so ein hohes Maß an Sicherheit.

Während sich Cyberkriminelle weiterhin anpassen und auf bestehende Techniken setzen, bleibt der Schutz der Endgeräte und der Netzwerke eine wesentliche Herausforderung. Mit dem Einsatz von Multifaktor-Authentifizierung und zusätzlichen Schutzmaßnahmen können MSPs dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit von Ransomware-Angriffen und anderen Bedrohungen erheblich zu reduzieren. Es gilt, wachsam zu bleiben und in die richtigen Sicherheitslösungen zu investieren, um den Angreifern immer einen Schritt voraus zu sein.